Wandern und Essen – Strategien auf dem Appalachian Trail
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Wandern und Essen – Strategien auf dem Appalachian Trail

gepostet in Appalachian Trail, Geschichten | 13

Essen ist neben Wasser und Wetter eines der Topthemen für Thru-Hiker auf dem Appalachian Trail. Denn „richtig“ Essen ist aufgrund des ständigen Wanderns und dem damit verbundenen hohen Kalorienverbrauch ein wichtiger Erfolgsfaktor für einen gelungenen Thru-Hike. Und wenn man fast ein halbes Jahr unterwegs ist, hat man auch genug Zeit, diverse Dinge auszuprobieren. Trotzdem landet man recht schnell bei bestimmten Nahrungsmitteln, die auch ein Großteil der anderen Wanderer täglich verspeisen. Also werfen wir mal einen ausführlicheren Blick auf unsere Erfahrungen.

Wanderstrategien

Bevor wir aber zu den eigentlichen Lebensmitteln kommen, lohnt sich ein Blick auf die auf dem Trail anzutreffenden Wanderstrategien, da diese großen Einfluss auf die Essensauswahl vor allem für tagsüber haben. Generell lassen sich zwei Strategien identifizieren – die „Durchwandern – Strategie“ und die „Pause machen – Strategie“.

Die meisten Thru-Hiker sind unserer Erfahrung nach mit der „Durchwandern – Strategie“ unterwegs. Bei dieser werden tagsüber entweder gar keine Pausen oder nur wenige (z.B. nur eine Mittagspause) gemacht. Dahinter steckt in der Regel eine von zwei Motivationen. So geht es einem Teil der Wanderer darum, relativ zügig die gewünschte Tagesdistanz zurückzulegen, möglichst frühzeitig im „Camp“ anzukommen und somit eine lange Erholungsphase am Abend zu haben. Der andere Teil der Wanderer möchte pro Tag möglichst weit kommen und maximiert durch den Verzicht auf Pausen die tägliche Wegstrecke.

Wir hingegen waren auf der „Pause machen – Strategie“ unterwegs. Wie der Name schon andeutet, werden dabei über den Tag verteilt mehrere Pausen eingelegt. Diese werden recht regelmäßig eingelegt (z.B. nach einer bestimmten Zeit oder einer bestimmten Wegstrecke), können aber unterschiedlich lang sein (meist in Abhängigkeit vom Wetter oder vom Ort der Pausen). An schönen Orten oder heißen Tagen haben unsere Pausen zum Teil durchaus bis zu einer Stunde betragen, was natürlich auch eine entsprechend geringere Wanderleistung nach sich zog. Hier muss man einfach abwägen, wo die individuellen Prioritäten liegen.

Essensstrategien – was wir essen und warum

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Nahrungsaufnahme auf dem Trail nicht sonderlich vom Leben außerhalb des Trails. Auch auf dem Trail gibt es die klassischen Mahlzeiten – Frühstück, Mittagessen und Abendbrot – sowie Snacks, die zwischendurch gegessen werden.

Schaut man sich allerdings die konkreten Nahrungsmittel für diese Mahlzeiten an, merkt man schnell, dass andere Kriterien im Vordergrund stehen als zu Hause. Während man zu Hause häufig Wert auf frische, gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Nahrung legt, sind auf dem Trail vor allem folgende Kriterien wichtig:

  • Haltbarkeit und Temperaturunempfindlichkeit
  • möglichst geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Kaloriendichte
  • einfache Packbarkeit
  • einfache und zeitsparende Zubereitung

Leider führen diese Kriterien vor allem dazu, dass man auf dem Trail hauptsächlich verpackte Fertignahrung und so gut wie keine frischen Lebensmittel zu sich nehmen kann. Fertignahrung erfüllt die oben genannten Kriterien ziemlich gut, während frische Lebensmittel (vor allem Obst und Gemüse, aber auch Fleisch und die meisten Milchprodukte) zu leicht verderblich und häufig auch zu sperrig bzw. schwer sind. Somit kann man frische Nahrungsmittel meist nur bei den Zwischenstopps in den Städten genießen. Da man aber auf dem Appalachian Trail selbst bei gemütlichem Tempo alle drei bis fünf Tage die Chance auf einen Stadtaufenthalt hat, stellt das weder Geist noch Körper vor größere Probleme.

Viele amerikanische Tageswanderer oder Sectionhiker hatten auch selbstgetrocknete Gerichte oder eigenhändig hergestellte Riegel dabei. Für Thru-Hiker besteht diese Möglichkeit natürlich grundsätzlich auch, ist aber aus unserer Sicht vor allem für Europäer, die diese Dinge von zu Hause mitnehmen müssten, nicht praktikabel.

Also bleibt eben leider nur industrielle Fertignahrung. Als Richtwert kann man hier von ca. 1 kg Lebensmittel pro Person und Tag für jeden vollen Wandertag (15 – 25 Meilen) ausgehen. Je nach individuellem Kalorienverbrauch, Lebensmittelauswahl und speziellen Ernährungsbedürfnissen (z.B. Diabetis oder bestimmte Allergien) kann dieser Wert natürlich auch schwanken.

Beide oben genannten Wanderstrategien unterscheiden sich nicht wesentlich bei der Nahrungsmittelauswahl hinsichtlich Frühstück und Abendbrot. Tagsüber sieht die Sache allerdings deutlich anders aus, denn bei der Durchwandern – Strategie entfällt meist eine längere Mittagspause. Gegessen wird bei dieser Strategie vor allem während des Laufens, so dass die Nahrungsmittel meist aus schnell verzehrbaren Snacks bestehen.

Kommen wir zu den einzelnen Mahlzeiten und den von uns am häufigsten verzehrten Nahrungsmitteln.

Frühstück

Zu Beginn des Trails (Start am 20. Februar) haben wir zum Frühstück meist Oatmeal, eine Art Haferbrei, gegessen, da wir mit warmem Essen in den Tag starten wollten. Oatmeal gibt es in vielen Geschmacksrichtungen. Vorteilhaft sind die „Variety Packs“, die mehrere Geschmacksrichtungen kombinieren. So muss man nicht jeden Tag die gleiche Sorte essen.

Der einfachen Zubereitung halber haben wir die portionsweise verpackte Version genommen (meist zehn Beutel pro Packung), wobei ein Beutel pro Person deutlich zu wenig ist. Am Ende haben wir drei Beutel pro Person und Tag gegessen. Die Zubereitung selbst ist einfach, da nur kochendes Wasser hinzugegeben werden muss. Oftmals haben wir es dann noch mit Nüssen oder Rosinen „aufgewertet“ (auch der Kalorien wegen).

Später sind wir zu einem weniger aufwendigem kalten Frühstück übergegangen. Hier haben wir jeder meist recht unterschiedliche Sachen gegessen, wobei sich „Poptarts“ (vereinfacht ausgedrückt große, gefüllte Kekse, die eigentlich zur Erwärmung im Toaster gedacht sind) schnell als Standard etabliert haben. Auch diese gibt es in diversen Geschmacksrichtungen und von diversen Marken (Poptarts ist der Markenname von Kellogg). Alternativ zu Poptarts haben wir auch immer gerne „Belvita Breakfast Cookies“ gegessen.

Getrunken haben wir zu Beginn des Trails häufig noch warm. Favorit hier war morgens eindeutig Kakao, meist von „Swiss Miss“. Aber auch Tee kam häufiger auf den „Tisch“. Später im Jahr war es der Einfachheit halber dann Wasser.

Mittagessen

Mit dem Mittagessen haben wir am meisten experimentiert. Zu Anfang gab es meist Tortillas, auf die wir Erdnussbutter, Schokoaufstrich und / oder Marmelade geschmiert haben. Dazu ein bisschen Käse oder seltener auch Wurst (es war schwer für uns, Wurst mit akzeptablem Preis-/Leistungsverhältnis in Amerika zu finden). Später haben wir die Tortillas gegen dünne, runde Brote („Sandwich Thins“) eingetauscht sowie den Aufstrich größtenteils weggelassen (zu schwer und zu zeitaufwendig). Dafür haben wir den Käseanteil deutlich erhöht. Als Dessert gab es meist Trail Mix (Studentenfutter) oder Schokoriegel.

Der Käse hält sich auch ohne Kühlung durchaus ein paar Tage im Rucksack. Er reift sogar nach und wird dadurch schmackhafter. Wenn es sehr warm wird, wird er manchmal auch ein bisschen ölig, da sich dann die festen und flüssigen Bestandteile trennen. Er ist dann aber trotzdem noch genießbar und war für uns immer ein wesentlicher Kalorien- und Calciumlieferant.

Abendbrot

Zum Abendbrot gab es in der Regel eine Reismischung (Rice Side) pro Person, die dann noch mit Fisch (meist Thunfisch oder Lachs) angereichert wurde. Diese Rice Sides sind gefriergetrocknete Fertigmischungen und in diversen Geschmacksrichtungen erhältlich. Es gibt sie auch mit Nudeln (Pasta Sides), die uns aber in der Regel nicht so geschmeckt haben. Alternativ haben wir teilweise auch Kartoffelbrei mit Beef Crumbles (verzehrfertiges Hackfleisch) oder SPAM (Frühstücksfleisch) sowie die Suppen von Bear Creek Country Kitchen gegessen.

Eher selten haben wir den „Thru-Hiker-Klassiker“ zu uns genommen: Ramen Noddles. Diese Nudelpackungen sind so gut wie überall zu bekommen, sehr preiswert und schmecken eigentlich auch ganz gut. Vor allem enthalten sie auch sehr viel Salz, was vor allem bei sommerlichen Temperaturen und dem damit verbundenen Schwitzen durchaus willkommen war. Nachteil der Ramen Noodles ist, dass man immer eine Suppe ist und so psychologisch nicht das Gefühl hat, etwas „Festes“ zu essen. Kalorienmäßig stehen sie aber gar nicht so schlecht da.

Auch beim Abendbrot gab es meist etwas Trail Mix oder einen Schokoriegel zum Nachtisch. Meist einfach das, was wir von der Tageskalkulation noch übrig hatten (falls überhaupt).

Snacks

Snacks sind ein Kapitel für sich. Schokoriegel, Müsliriegel, Studentenfutter, Kekse, Poptarts, getrocknete Früchte, Nussmischungen, Gummitiere … Die Liste ist schier endlos. Wir haben jedenfalls im Supermarkt für die Snackauswahl immer am längsten gebraucht. Letztlich muss hier jeder selber entscheiden, was schmeckt. Es lohnt sich, hier ein bisschen zu experimentieren. Am meisten haben wir sicher Schokoriegel (Snickers!), Müsliriegel, Poptarts und Studentenfutter (mit M&Ms!) gegessen.

Wer bei Snacks eher Herzhaftes statt Süßes bevorzugt, der hat es allerdings recht schwer, denn da ist die Auswahl deutlich eingeschränkter. Viele Wanderer greifen dazu auf Beef Jerky (getrocknetes Rindfleisch) zurück, das jedoch sehr, sehr teuer ist (ca. 75g für 5$). Die andere Alternative sind Cracker, die vom Hersteller zum Teil bereits mit Erdnussbutter oder Trockenkäse bestrichen sind.

Ein guter Kompromiss ist hier aus unserer Sicht der Riegel „PayDay“, der aus einem süßen Karamellkern und einer Umrandung dessen aus ganzen Erdnüssen besteht. Ein typisches Beispiel für amerikanisches „sweet & salty“ (süß und salzig). Leider haben wir ihn erst spät entdeckt, aber ab da gekauft, wann immer es ging. Und so manches Mal hatte der Laden nach unserem Besuch keinen einzigen mehr.

Getränke

Hier gibt es eigentlich nur ein Wort zu sagen: Wasser. Wasser ist auf dem Trail in der Regel kein Problem, wobei wir eine Behandlung (z.B. Filter, Chemikalien oder Abkochen) sicherheitshalber empfehlen würden. Wer mag, kann sein Wasser noch durch ein Getränkepulver geschmacklich aufbessern. Wir haben darauf so gut wie immer verzichtet.

Einzig zu Beginn des Trails haben wir morgens bzw. Abends häufig noch warm getrunken. Favorit hier war eindeutig Kakao, meist von „Swiss Miss“. Aber auch Tee kam häufiger auf den „Tisch“. In den Städten haben wir uns dann aber auch bei den Getränken an der reichhaltigen Auswahl „gelabt“. Neben diversen Limonaden waren Milch und Saft unsere Favoriten.

Maildrops vs. Resupply

Als letzten Punkt wollen wir noch kurz auf die Versorgungsstrategie auf dem Trail eingehen. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten: Maildrops und Resupply.

Maildrops bezeichnet dabei das Zusenden von „Nahrungspaketen“ per Post an bestimmte Stellen (z.B. das Postamt oder Hostels). Diese Pakete werden dabei entweder alle vor dem Trailstart von den Wanderern selber gepackt und versandt oder nach und nach von hilfsbereiten Personen zu Hause verschickt. Die Methode hat den Vorteil, dass man sich auf dem Trail nie um den Einkauf kümmern muss, was enorm zeit- und nervenschonend sein kann. Man holt einfach sein Päckchen ab und fertig. Die Strategie hat aber auch drei entscheidende Nachteile. Erstens ist man vor allem bei der Post auf die zum Teil sehr kurzen Öffnungszeiten angewiesen, was schon mal einen unfreiwilligen Ruhetag zur Folge haben kann. Zweitens kann man als Thru-Hiker-Neuling den Nahrungsbedarf vor dem Trailstart vermutlich gar nicht richtig einschätzen und kann weiterhin auch nicht abschätzen, worauf man denn gerade Lust hast. Und drittens ist für Europäer der logistische Aufwand und die Kostens immens.

Wir haben daher komplett auf Maildrops verzichtet (mit Ausnahme eines (sehr empfehlenswerten) Food drops in der 100 Mile Wilderness) und unsere Nahrungsmittelvorräte immer in den Städten entlang des Trails aufgefrischt. Das ist auf dem Trail auch als „Resupply-Strategie“ bekannt. Wie bereits erwähnt, hat man ca. alle drei bis fünf Tage dazu Gelegenheit. Supermärkte oder wenigstens „Tante-Emma-Läden“ gibt es selbst in den kleineren Orten. Die Auswahl ist nicht immer riesig und auch preislich kann es große Unterschiede geben, aber mit ein bisschen Kreativität kann man sich immer ausreichend versorgen. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang, sich bei den diversen Supermarktketten die jeweilige Rabattkarte zu holen. Die gibt es immer vor Ort gegen Angabe einer (beliebigen) Adresse und gewährt durchaus attraktive Rabatte. Über die Zeit lassen sich so einige Dollar sparen.

Fazit

Insgesamt ist die Versorgung auf dem Appalachian Trail eine ziemlich einfache Sache. Wenn man nicht gerade spezielle Ernährungsgewohnheiten oder -bedürnisse hat, kann man sich unterwegs ohne Probleme mit allem nötigen versorgen. Sicher ist die Ernährung nicht ideal und man nimmt eine Menge „Junk Food“ zu sich, aber durch das ständige Wandern setzt der Körper alles sofort in Vortrieb um. Und so hoffen wir einfach mal, dass wir keine Langzeitschäden davongetragen haben.

13 Antworten

  1. Heidi
    | Antworten

    Das ihr keine Langzeitschäden davon habt, hoffe ich auch. Schon beim Lesen während eurer Wanderung wurde einem ganz anders. Zumal die „frischen Sachen“ in den Städten aus Pizza, Burger und Pommes bestanden haben. brrrr. Wie überleben das die Amerikaner eigentlich?

    • Robert
      | Antworten

      Hallo Heidi,

      Du hast Recht, man kann schon den Eindruck bekommen, dass wir uns auch in den Städten hauptsächlich von Fast Food ernährt haben. Leider gibt es aber offenbar keine Bilder von den vielen Salaten, Paprika, verschiedenen Obstsorten und anderen eher gesunden Nahrungsmitteln, die wir in den Städten gegessen haben.

      Letztlich haben wir aber vor allem auf unseren Körper gehört und der kann einem verblüffend genau sagen, was er möchte. Und er wollte vor allem extrem kalorienhaltige Nahrungsmittel, die dann eben auch sehr fetthaltig sind.

      Wie das die Amerikaner allgemein überleben, ist mir auch ein kleines Rätsel. Die Auswirkungen dieser Ernährungsweise sind allerdings auch im wahrsten Sinne des Wortes „sichtbar“. Das ist auch eine gute Erinnerung für einen selbst, auf seine Ernährung zu achten.

  2. Carmen
    | Antworten

    Allein die Ernährung IST für mich das schlagendste Argument so eine Tour niemals im Amiland zu machen. Ich wäre verhungert, denn davon hätte ich mich nie so eine lange Zeit ernähren können.

    • Robert
      | Antworten

      Hallo Carmen,

      Es ist erstaunlich, was man alles so essen kann, wenn man richtig Hunger hat. ;-) Ob einem das immer so gut schmeckt wie zu Hause, steht dann (leider) auf einem ganz anderen Blatt. Vieles, was wir dort gegessen haben, würden wir uns zu Hause nie kochen. Aber nach 30 km am Stück schmeckt einem so einiges verblüffend gut. :-)

  3. Wolfgang
    | Antworten

    Hallo ihr Drei,

    danke für die Infos bezüglich des Essens. So ausführlich habe ich noch keine Infos darüber erhalten. Bin mir sicher, dass dies für mich im nächsten Jahr sehr hilfreich sein wird …..und -ich esses alles, nach 30km braucht der Körper Energie und dann gebe ich ihm das was vorhanden ist!
    Beginne z.Z. mich über das Thema Bloggen zu informieren, würde gerne einen solch anschaulichen Blog wie ihr ihn gestaltet auch hinbekommen. Falls ihr mir dazu Ratschläge geben könnt würde ich mich sehr freuen.
    Nehme an ihr seid wieder zurück in der Heimat und habt euch wieder an das „normale“ Leben gewöhnt.

    • Robert
      | Antworten

      Hallo Wolfgang,

      es freut mich, dass Du den Beitrag hilfreich fandest! Es war genau mein Ziel zukünftigen Thru-Hikern die Planung ein wenig zu erleichtern.

      Was Bloggen oder andere Fragen angeht, so schreibe uns doch bitte eine Mail mit Deinen Fragen über das Kontaktformular. Wir antworten gerne. :-)

  4. Daydreamer
    | Antworten

    Toller Bericht! Bitte noch sowas für Ausrüstung und Kleidung machen! Herzliche Grüße euer treuer Leser Daydreamer.
    Ps: freu mich schon auf euren blog nächstes jahr zum PCT! Oder nicht? ;)

    • Robert
      | Antworten

      Hallo Daydreamer,

      Danke für das Lob! Was Ausrüstung und Kleidung angeht, so arbeiten wir dran. Wird aber noch etwas dauern, denn das Thema ist wirklich sehr umfangreich. Und 2015 wird in Sachen Frischluftgeschichten sicher auch recht spannend, aber so viel sei auch verraten: 2014 ist ja noch nicht vorbei! ;-)

  5. KLAUS Gebhardt
    | Antworten

    Super interessant!
    Macht mir viel Appetit auf 2017.

  6. Werner
    | Antworten

    Hallo,

    ich hätte da ein paar Fragen.

    Was bedeutet denn „Wasser ist auf dem Trail in der Regel kein Problem“? Trinkbrunnen? Quellen? Bäche? Und wieviel Wasser trägt man trotzdem „am Mann“?

    Gibt es bei den Sheltern auch sanitäre Einrichtungen oder wie funktioniert das unterwegs mit Waschen und Toilettengang?

    Haben die Läden für Nachschub und Ausrüstung 0-24h offen?

    Danke!

    • Robert
      | Antworten

      Hallo Werner,

      zum Wasser: In der Regel kommst Du mehrfach am Tag an Wasserstellen vorbei. Das sind in der Regel Quellen, Bäche oder andere natürliche Wasserläufe. Größtenteils liegen diese Wasserstellen direkt am Weg (man quert z.B. den Bach) oder befinden sich in geringer Entfernung (<0,5 km) abseits des Weges. Auch alle Shelter sind auch so gebaut, dass eine Wasserentnahmestelle in der Nähe ist. In der Nähe bedeutet dabei ebenfalls entweder direkt im Umfeld der Shelter oder in geringer Entfernung (<0,5km). Und "mehrfach am Tag" bedeutet, dass Du an einem normalen Tag zwischen 5 und 10 Möglichkeiten hast, Wasser "nachzutanken" (natürlich in Abhängigkeit von Deiner Laufleistung). Wir hatten jeder vier 0,5 Liter Wasserflaschen dabei, von denen wir in der Regel nur zwei gefüllt haben, da das bis zur nächsten Wasserquelle gereicht hat. Hinweis: Ich empfehle, das Wasser vor dem Trinken zu behandeln (filtern, abkochen oder Chemietabletten).

      Sanitäre Einrichtungen: Es gibt an jeder Shelter ein Plumpsklo - und das war's dann. Keinerlei sonstigen Annehmlichkeiten, die Du aus Deinem häuslichen Bad gewohnt bist. Persönliche Hygiene findet entweder gar nicht oder ganz rudimentär am nächsten Bach statt ("Katzenwäsche"). Daher ist die nächste "Grundreinigung" in der Dusche im Hostel oder Motel des nächsten Ortes immer ein ganz besonderes Highlight. Diese Umstände hören sich aber schlimmer an, als sie sind und führen auch nicht zu Erkrankungen oder anderen Problemen.

      Läden: Das ist stark abhängig von der Größe des Ortes und der Art des Ladens. Natürlich gibt es Supermärkte, die auch rund um die Uhr offen haben. Meist ist man aber zu "normalen" Zeiten (also tagsüber) in den Orten und kann daher ganz normal einkaufen. Hinsichtlich Öffnungszeiten stellen die Postämter das größte Problem da, sofern man sich selbst ein Paket geschickt hat oder eins aus der Heimat erwartet.

      Falls noch Fragen offen geblieben sind, melde Dich einfach noch mal!

  7. Schelli
    | Antworten

    Auch von mir ein Kompliment für die tolle Website!

    Thema Klopapier am AT:
    Wie habt Ihr das gehandhabt?

    Habe aus diversen Erfahrungsberichten folgende Optionen herausgelesen:
    1. Klopapier im Rucksack
    2. Spezielle „Wasserdusche“
    2. Laub….

    Danke

    • Robert
      | Antworten

      Hallo Schelli,

      wir hatten auf dem AT ganz normales Toilettenpapier dabei. Verpackt im Ziplock-Beutel kann da auch bei Nässe wenig passieren. Man kann das auch über die von Dir angesprochenen „Mini-Bidets“ wie bspw. dem AZ-Blaster lösen. Wir haben allerdings niemanden getroffen, der das gemacht hat.

      Viele Grüße

      Robert

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